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Hochschulbau-Blog

Innovation

Quo vadis Büro?

Der berühmteste Büro-Bauer der Schweiz ist überzeugt: ein gutes Büro kann gemeinsame Visionen, Ziele und Werte fördern. In einem Interview mit der NZZ hat Stefan Camenzind, Gründer von Evolution Design in Zürich, über Home-Office und das Büro der Zukunft gesprochen.

Nach Umfragen des Schweizer Architekturbüros Evolution Design hat die Effizienz der Arbeit im Home-Office im Laufe der Pandemie zugenommen, auch weil die Beschäftigten immer besser mit digitalen Tools zurechtkommen. Für was brauchen wir also noch das Büro? Und hier zeigen die Umfragen, dass viele ins Büro zurückwollen, aber nicht die ganze Zeit. Flexibilität und die Möglichkeit, selber zu bestimmen, wann man wie arbeiten möchte, soll beibehalten werden. Camenzind ist der Auffassung, dass immer wieder neu folgende Fragen beantwortet werden müssen: Wie wollen wir arbeiten, wie organisieren wir uns? Brauchen wir überhaupt ein Büro? Und die Antwort ist immer: „Ja, ganz klar, aber ein ganz anderes Büro.“ Camenzind weiter: „Ein gutes Büro ist ein Ort, um den herum ein Unternehmen und seine Kultur erst entsteht. Ohne physisches Büro keine gemeinsame Vision, keine gemeinsamen Ziele und Werte.“ Die Bürogestaltung soll übrigens einfacher sein, wenn Mitarbeiter:innen ähnlich ticken. Trotzdem gilt es zu lernen, wie zusammengearbeitet wird, innerhalb des Hauses und außerhalb. Und der Standort ist wesentlich, der Standort soll der wichtigste Faktor sein, der über die Qualität eines Büros entscheidet.
Auf die Frage nach dem idealen Bürogebäude bezeichnet Camenzind den Turm als das eindeutig schlechteste Gebäude. Der Mensch bewege sich lieber horizontal, 10 Meter geradeaus sei in Ordnung, aber 4 Meter die Treppe hoch? Die Interaktion nehme ähnlich stark ab, wenn Sie 40 Meter geradeaus laufen müssen. Idealerweise ein Skelettbau, große Fläche, nur ein Stützrater, keine Wände. Niemand weiß, wie sich die Welt verändert, also müssen Nutzungsveränderungen mitgedacht werden. Vielleicht macht eine Arbeitsstilanalyse Sinn: wer arbeitet wie, wie viel Prozent meiner Zeit mache ich was. Mit wie vielen Personen tausche ich mich aus und wie oft, mit welchen Tools, wer muss anwesend sein, wer nicht.

Ein Raum soll eine bestimmte Arbeit ermöglichen und idealerweise in den Zustand versetzen, der für die jeweilige Arbeit ideal ist. Wenn ich kreativ sein will, hilft es, in einer abwechslungsreichen Umgebung zu sein. Wenn ich mich konzentrieren und Fokusarbeit erledigen will, brauche ich einen anderen Raum, ruhig, gedämpfte Akustik usw.

In dieser Umbruchsituation ist nur eines klar: es ist nicht klar, was benötigt wird. Je länger keine Entscheidungen gefällt werden und je mehr Möglichkeiten offengehalten werden, d. h. je flexibler Büroflächen sind, umso besser. Was also tun? Büros so umbauen, dass flexibles Arbeiten möglich und Home-Office in den Alltag integriert werden kann. Und Selbstbestimmung. Selbst entscheiden können, wann ich welche Arbeitsumgebung brauche.

Hinweis: Der Blogbeitrag referenziert diesen NZZ-Artikel. Der Weiterverarbeitung im Rahmen der geltenden Bestimmungen des Copyrights, hat die Redaktion zugestimmt.

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